Welche Körperteile hat eine Hydria? Durfte man sich bei einem Symposion betrinken? Was ist der Unterschied zwischen schwarzer und roter Vasenkunst? Und: Was war zuerst: Der Nemeische Löwe oder der Minotauros? Antworten auf diese Fragen kann der Lateinkurs 8 der Helene-Lange-Schule geben, denn am 04.06. nahmen die Schülerinnen und Schüler des Kurses an einer Exkursion zum Museum August Kestner zum Thema griechische Mythen auf Vasen teil. Wetterfest ausgerüstet ging es von der Schule aus zu Fuß los zum Museum.
Vorbei an Exponaten des Alten Ägyptens erhielten die Teilnehmenden vor Ort Einblicke in die praktischen Einsatzbereiche unterschiedlicher Gefäßtypen des antiken Griechenlands: Von der Hydria zum Transport größerer Wassermengen bis zur Pilgerflasche für den kleinen Durst unterwegs. Frau Abraham vom Kestnermuseum informierte darüber hinaus über die besonderen Regeln der Darstellungsart (So werden in der schwarzen Vasenmalerei Frauen weiß und Männer schwarz gezeigt.) und die Bedeutung des Dargestellten für das Weltverständnis der Griechen (Wenn es donnert, hat Zeus schlechte Laune.). Die Teilnehmenden hatten dabei die Möglichkeit, ihr Wissen über die Olympischen Götter und ihre Ideen zum Zusammenhang zwischen Form und Funktion einzelner Gegenstände mitzuteilen – und nahmen diese Möglichkeit rege wahr.
Dass das Gezeigte oft eindeutig bekannten Mythen zugeordnet werden kann, konnten die Schülerinnen und Schüler in einem anschließenden Workshop aktiv nachvollziehen: Gruppenweise wurden Texte zu bekannten Mythen ausgeteilt, zu denen das passende Gegenstück in einer Vitrine gefunden werden musste. Nach einigem Knobeln konnten alle Texte ihrem passenden Pendant zugeordnet werden.
Um viele Eindrücke reicher ging es im Anschluss zurück zur Schule.
Vielen Dank an Frau Abraham für ihr Zeit und die Einblicke in die Welt der Vasenmalerei!