Am Mittwoch, den 28. Januar 2026 besuchte die Klasse 10B gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Caliebe-Glaser und ihrem Geschichtslehrer Herrn Mispagel die Gedenkstätte Ahlem und nahm dort anlässlich des Internationalen Gedenktages für die Opfer des Holocaust im Rahmen der diesjährigen Projekttage an einem Workshop zum Thema „Geschichte jüdischen Lebens in Hannover“ teil.
Der zweite Projekttag der Klasse 10B fand in diesem Jahr unter dem Eindruck des einen Tag zuvor begangenen Gedenktages für die Opfer des Holocaust in der Gedenkstätte Ahlem statt.
Nach einer Einstiegsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich der Geschichte des Ortes durch die Auseinandersetzung mit aktuellen Ereignissen antisemitischen Hintergrunds sowie unterschiedlichen Formen des Gedenkens näherten, fanden eine erste Begehung des verschneiten Geländes und eine Besichtigung des zentralen Gedenkortes, der sogenannten „Wand der Namen“, statt. Im Anschluss daran recherchierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10B anhand von Fotografien die Biografien einzelner Personen vor und während der Zeit des Nationalsozialismus, die einen persönlichen Bezug zu diesem Ort aufweisen.
Die Gartenbauschule, die jungen Jüdinnen und Juden seit 1893 eine handwerkliche Ausbildung ermöglichte und damit zu einem über die nationalen Grenzen hinaus bekannten und geschätzten Ort der jüdischen Gemeinde wurde, erfüllte auch bis 1941 noch diese Funktion und half den Opfern der Nationalsozialisten auf diese Weise bei der Ausreise und Flucht vor Diskriminierung und Verfolgung. Nachdem sie während des Zweiten Weltkrieges dann geschlossen worden war, wurde sie zunächst zu einem sogenannten „Judenhaus“ und damit zu einer Sammelstelle für Jüdinnen und Juden aus der Region Hannover umfunktioniert, um diese von dort aus in die Arbeits- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten zu deportieren, und wurde nach einem Bombenangriff der Alliierten im Jahr 1943 schließlich zu einer Dienststelle und einem Gefängnis der Geheimen Staatspolizei (GeStaPo).