Unsere Reise zur Partnerschule in Tansania
Hannover – Frankfurt - Addis Abeba - Moshi! AUFBRUCH… zur Reise, die am Sonntag , 31.07.2011, zehn Schülerinnen und Schüler und vier Kolleginnen der Tansania-AG der HLS angetreten haben. Im Mittelpunkt der Reise steht der Besuch der Partnerschule „Msitu wa Tembo“ in Tansania.
Donnerstag, den 19.8.11 – Hallo Hannover!
Abends um 20:17 Uhr sind wir wieder in Hannover auf dem Hauptbahnhof. Großer Empfang mit Willkommenstransparent und Blumen – jetzt gibt es viel zu erzählen!
Hakuna matata!Mittwoch, den 17.8.11 – der letzte Tag
Nach einem Spaziergang in Fukeni zu einem Miniwasserfall (die Landschaft gleicht einem Regenwald) fahren wir ein letztes Mal nach Moshi. Mittlerweile sind wir schon sehr bekannt und werden in tansanischer Tradition (ein besonderer Händedruck) begrüßt.
Am Abend müssen wir uns wieder von Menschen verabschieden, die wir alle in unser Herz geschlossen haben: Pastor Kennedy (in dessen Guesthouse wir wohnten), Martha (unserer Köchin) und Allen, unserem Busfahrer.
Bei der Abfahrt, schon im Bus sitzend, rufen wir ein letztes Mal gemeinsam „Asante Sana“.
Dienstag, den 16.8.11 – Überraschung
Eine beeindruckende Farewell-Party wird für uns veranstaltet. Alle Schüler und Schülerinnen erwarten uns schon sitzend auf dem Schulhof. Nachdem wir auf unseren Ehrenplätzen sitzen, beginnt eine beeindruckende Show!
Traditionelle Lieder, Hip-Hop, Sketche, Tanz und Akrobatik begeistern uns.
Nach der Vorstellung erhalten wir alle traditionellen Schmuck der Massai als Geschenk.
Anschließend pflanzen wir einen "Baum der Freundschaft"
Beim abschließenden gemeinsamen Essen wird jeder aufgefordert, etwas zu der „neuen“ Partnerschaft zu sagen. Alle sind sich einig, dass nun Freunde voneinander Abschied nehmen und dass es eine wundervolle Zeit war.
Beim Abschied fließen sogar Tränen!!! 




Montag, den 15.8.11 – Solar-Aktionstag
Alle Funktionsträger der Schule kommen heute vorbei und erhalten einen kurzen Vortrag über das Solarprojekt. Alle sind sehr beeindruckt, da ja die ganzen Dörfer in der Nähe auch ohne Strom auskommen müssen. Besonders auffällig ist der Vertreter der Massai, der in traditioneller Kleidung auf einem Motorrad erscheint.
Es folgen Verhandlungen und Begehungen mit dem Elektroingenieur, der gleichzeitig auch Chairman der Schule ist. Preise werden eingeholt und Verhandlungen durchgeführt. Der Aufbau der Anlage geht voran!!!!
Eine Gruppe hilft bei dem Sichten und Auspacken der Solarmodule, die andere Gruppe geht in Klassen und zeigt Bilder aus Hannover. Insgesamt ein anstrengender und aktiver Tag! 

Sonntag, den 14.8.11 – Gottesdienst in Langasani
Der Gottesdienst in Langasani, der Kirche unserer Partnerschule, fordert uns sehr. Wir müssen ein Lied präsentieren, obwohl der Kirchenchor der Msitu wa Tembo schon ihr großes Können präsentiert hat. Aber auch das schaffen wir und ernten großen Beifall. Da es im Gottesdienst um die Ehe und Eheprobleme geht (wir hatten „Übersetzer“ in unser Nähe), müssen alle Unverheirateten (ausgenommen unserer Gruppe) die Kirche vorübergehend verlassen und erhalten draußen eigene Informationen zu diesem Thema.
Im Anschluss findet wieder eine Versteigerung statt und danach folgt der Eintrag ins Gästebuch. Nach dem Lunch, das die Lehrer der Msitu wa Tembo gekocht haben, fahren wir wieder auf den Berg in unser „grünes Paradies“.
Samstag, den 13.8.11 - Erholungstag
O
bwohl sich alle vorgenommen haben, lange zu schlafen, treffen wir uns überraschenderweise schon um 9Uhr beim Frühstück.
Nachdem „Reinigungs- und Reparaturarbeiten“ durchgeführt worden sind, fahren wir nach Moshi zum „Shoppen“. Hier gibt es viele Souvenirs für Freunde und Familie. Unser netter Busfahrer Allen, der nun seine Bachelor-Arbeit über unsere Gruppe schreiben will (er studiert Tourismus), begleitet uns in die Geschäfte. So werden wir nicht wie Touristen behandelt und kaufen zu günstigen Preisen.
Ein kurzer Besuch in unserem Lieblingscafe rundet den Nachmittag ab.
Freitag, 12.08.2011 - Zweiter Tag der Safari
Weckruf in den frühen Morgenstunden durch den elektronisch verstärkten Muezzin.
Auch hier feiern die Moslems den Ramadan. Frühstück um 6 Uhr in derselben Garküche mit „softi-one“ Pfannkuchen und vielseitigem leckeren Lunchpaket für die Fahrt. Wieder dieselbe Benzinproblematik, aber diesmal erfolgreiche Lösung, so dass ein Jeep mit Hochstelldach organisiert werden konnte. In zwei Gruppen Aufbruch zum TARANGIRE-Nationalpark. Eintauchen in eine absolut faszinierende Landschaft mit Affenfamilien und
großen Tierherden, die zum Verdauungstrunk in Richtung Wasser ziehen: zahlreiche Elefantenherden, gemischte Gnu-und Zebraherden, Impalas, Warzenschweine, Giraffen,…Schließlich sogar ruhende Löwen.Besonders spannend entwickelte sich eine persönliche Begegnung mit einem „pubertierenden hormongesteuerten“ Jungelefanten: Drohgebärden und lautes Trompeten Auge in Auge mit unserem Kleinbus. Defensive Haltung unsererseits verhindern das Schlimmste ;-) Nach einem ereignisreichen und eindrucksvollen Tag erreichen wir müde aber glücklich abends unser Quartier, wo uns ein köstliches, von unserer Küchenfee Marza zubereitetes Essen erwartet im Kerzenschein erwartet.
Bericht zum Tage von Anna Ko, Pia und Lucia
Heute ging es weiter – diesmal mit einem Jeep als zweitem Fahrzeug – zum Tarangire-Nationalpark. Hier bekamen wir unsere ersehnten Löwen vor die Linse. Kurz danach wurden wir von einem durch die unsere Lautstärke sehr verärgerten Elefanten leicht attackiert. Zum Glück ist aber nichts passiert. Nach diesen ereignisreichen Tagen traten wir dann die Rückreise „nach Hause“ in unsere Sleeping-Area in Fukeni an.
Donnerstag, 11.08.2011 – HEIA SAFARI!!!
Um 6:00 Uhr Frühstart im Dunkeln auf unsere Abenteuerfahrt. Abladen des Übernachtungsgepäcks in der Unterkunft in einem Hostel in der Nähe des Lake Manyara-Nationalparks und Aufbruch in den Lake Manyara-Nationa-Park. Es gibt eindrucksvolle Begegnungen mit Affenfamilien, Elefantenherden, Giraffen, Zebras, exotischen bunt gefiederten Vögeln und und und…. Durch die Trockenzeit wirbeln wir alle immer viel Staub auf. Jedes Tier in seiner natürlichen Umgebung löst Begeisterung, Fotogewitter und die ständige Parole „please stop!“ an unseren freundlichen, erfahrenen und umsichtigen Busfahrer aus, der uns immer wieder auf die Stellen, wo die Tiere sich verbergen aufmerksam machte.
Abendessen in einer typisch tansanischen Garküche: für jeden ist etwas dabei.
„Gute Nacht!“ in unserem neben der Moschee gelegenen Hostel.
Bericht zum Tage von Anna Ko, Pia und Lucia
Nachdem wir gestern unseren winzigen Safari-Bus mit „hübsch“ dekorierten Fenstern kennengelernt hatten, war unsere Laune gelinde gesagt gedämpft. Pünktlich um sechs Uhr ging es dann los zum Lake Manyara Nationalpark. Fast wären wir an dem Kartenverkäufer gescheitert, der unsere Pässe sehen wollte, die wir nicht mitgenommen hatten. Doch danach ging alles nach Plan. Unterwegs sahen wir viele wilde Tiere, wie Zebras, Nilpferde, Gnus, Impalas, vor allem aber Affen. – Fortsetzung folgt…
Mittwoch, 10.08.2011 Bauprojekte in unserer Partnerschule…
Die von der Firma „AS-Solar“ (Hannover) großzügig gespendeten Solar-Panels sind endlich in Msitu wa Tembo angekommen.
Sichtung des Materials und große Besprechung mit wichtigen Männern: Elektriker, Maasai-,Elternvertreter und anderen: alle Problem sind lösbar! Besichtigung der Baustelle für die Mädchentoiletten und –duschen – die Arbeit geht gut voran. Die mit ca. 10m beeindruckend tiefe Sickergrube ist in schwerer Handarbeit ausgehoben. Nochmaliger Besuch des Maasai-Marktes: diesmal kaufen wir ein. Als Erinnerung für beide Seiten an unseren Besuch gestalten wir zwei große Leinentücher mit den
Unterschriften aller Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrern.
Nach einem üppigen Lunch relativ frühe Rückkehr nach Fukeni und Vorbereitung unserer zweitägigen Safari.
Dienstag, 09.08.2011 Ausflug mit über 20 Partnerschülern und –lehrern zum Meserawi-Wasserfall
Kleine Wanderung durch tropisches, nur zu Fuß erreichbares bergiges Gelände: Riesige Avocadobäume, Bananenstauden, Kaffeepflanzen, verschiedenste Blumen, kleine Gemüsefelder, viele kleine Häuser und Gehöfte, aber weder Straßen, noch Autos oder Maschinen.Schließlich der mächtige Wasserfall mitten im Regenwald – WOW! Große Erfrischung durch die Gischt. Alle sind begeistert! Auch für die SchülerInnen und –lehrerInnen von Msitu wa tembo ein ganz neues Erlebnis, da Exkursionen normalerweise für sie aus Geldmangel nicht möglich sind. Zum Abschluss des Ausflugs ein gemeinsames Essen im Kilimandscharo Union-Café in Moshi. Für viele unserer tansanischen Freunde die erste Begegnung mit Pizza und Burger.
Bericht zum Tage von
Nach fast zwei Stunden Busreise und einer Stunde Fußmarsch durch die tansanische Natur, sahen wir den enormen Wasserfall. Die Wassertröpfchen in der Luft bildeten eine willkommene Ergänzung zur strahlenden Sonne. Schnell entstanden waren die ersten Gruppenfotos aus einem halb im Wasser liegenden Baumstamm. Sowohl Fauna als auch Flora waren sehr beeindrucken, wir sahen sogar einige wilde Kaffeepflanzen. Als dann alle gewünschten Fotos geschossen waren, machten wir uns auf den gefühlsmäßig doppelt so langen Rückweg zum Bus. Um uns nach der Wanderung zu stärken, fuhren wir anschließend in unser Stammcafé in Moshi, wo wir gemeinsam mit den PartnerschülerInnen zu Abend aßen.
Montag, 08.08.2011 Nationaler Feiertag (Erntedank)
Da kein Unterricht stattfindet, lädt uns Herr Mranga, der Schulleiter auf eine Exkursion nach Arusha ein. Begleitet werden wir von einigen LehrerInnen der Schule. Zuerst besichtigen wir ein Industriegebiet, insbesondere eine Schlosserei und eine Tischlerei. Dort konnten wir einzelne Arbeitsschritte der Produktion mitverfolgen und große, laute Maschinen sehen. Anschließend besuchen wir die SNAKE-Farm in der
Nähe von Arusha: Unser Guide zeigt und erklärt uns die Eigenarten der dort lebenden Tiere: Schlangen, Krokodile und Vögel. Höhepunkte sind das in die Handnehmen
eines Baby-Krokodils und das Umlegen einer Babypython als Kette um den Hals oder Hut. Nach dem Besuch des Maasai-Museums (Darstellung ihrer Kultur und Lebensweise) kaufen die SchülerInnen Kunsthandwerk, Schmuck und Gebrauchsgegenstände des Maasai-Alltags. Ein kurzer Kamelritt zum Abschluss erfreut Reiter und Zuschauer. Ein gemeinsames Essen in Arusha und die Besichtigung der alten Schule von Herrn Mranga bilden das Ende eines langen Tages.
Bericht zum Tage von Lucia und Anna Kaja
Morgens machten wir uns gemeinsam mit unseren LehrerInnen und SchülerInnen aus Msitu wa Tembo auf den Weg nach Arusha, wo beschlossen wurde, die Schlangenfarm zu besichtigen. In den folgenden Stunden bekamen wir verschiedene Reptilien zu sehen und erklärt. Auch durften wir kleine Schlangen und Krokodile in den Händen halten. Anschließend besuchten wir das Massai-Museum und den Massai-Markt, wo Edgar seine von nun an heiß geliebte „Baba-Keule“ erwarb. Nach dem Markt gingen wir zum Kamelreiten und hatten viel Spaß dabei. Zum Schluß gingen wir noch in ein Restaurant in Arusha, bevor wir uns auf die Rückfahrt nach Fukeni machten.
Sonntag, 07.08.2011
Im Rahmen eines evangelischen Gottesdienstes werden wir der gastgebenden Gemeinde von Fukeni vorgestellt. Das Liedgut und die Liturgie klingen vertraut. Im Anschluss an den Gottesdienst folgt eine Versteigerung von mitgebrachten Naturalien, die als Spende versteigert wurden. Unsere besondere Aufmerksamkeit erweckte eine riesige gelbe Frucht, die an eine Litschie erinnert. Es war eine JACKFRUIT, die fachmännisch von freundlichen Gemeindemitgliedern zerlegt wurde. Ein wahres Geschmackserlebnis. – Der Nachmittag war zur freien Verfügung und wurde zum Waschen, spazieren gehen und Karten schreiben genutzt.
Samstag, 06.08.2011
Heute gab es einen ganz besonderen Höhepunkt:
Wir sind als Ehrengäste auf einer tansanischen in den Farben blau und weiß gehaltenen Dorfhochzeit eingeladen. Das ganze Dorf richtet die Hochzeit aus und bereitet das Essen vor. Braut und Bräutigam mit Trauzeugen sahen aus wie im Märchen. Wir brachten einen Kanon als Ständchen und bekamen wieder einmal reichliches und vielfältiges Essen.
Freitag, 05.08.2011
Dritter Tag in der Partnerschule. Die zurückzulegende Busfahrt ist schon vertraut. Gemeinsame Aktivitäten:Spannendes Entdecken der Solartechnik an kleinen Modulen in Gruppen. Als besondere Überraschung bekommt jeder Schüler und Lehrer ein blaues T-Shirt mit dem Emblem der Partnerschule. Anschließend Spaß beim Ballspielen. Aufbau des Volleyball-Netzes zum gemeinsamen Spiel.
Bericht zum Tage von Pia
Um halb sieben -oder früher- aufzustehen (halb sechs in Deutschland), war für uns alle ein bisschen früh. Da war es kein Wunder, dass wir alle ziemlich müde waren, aber wir sollten um neun an der Schule sein. In der Schule kamen wir im Lehrerzimmer zum Teetrinken zusammen. Anschließend überreichte uns der Schulleiter Mr. Mranga einen Satz T-shirts mit dem Schullogo von Msitu Wa Tembo. Nachdem wir diese angezogen hatten, wollten wir eine Physikstunde zum Thema Solarenergie mit den afrikanischen Schülern machen, was allerdings etwas verzögert wurde. Denn zu unserer Belustigung fanden wir Edgar im Klassenzimmer vor, der gerade dabei war eine Deutschstunde abzuhalten. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten wurden wir von Experiment zu Experiment sicherer im Umgang mit den Solarmodulen, sodass sowohl wir als auch die Msitu Wa Tembo-Schüler am Ende einiges gelernt hatten.
Danach stellten wir uns mit den anderen Schülern in die Schlange, um uns zum Lunch eine Portion Ugali (Maisbrei) abzuholen, den die Schüler dort jeden Tag zum Mittagessen bekommen. Ugali schmeckte für uns sehr ungewöhnlich. In der folgenden Zeit war geplant mit den Tansaniern Fußball und Volleyball zu spielen. Als wir aber sahen, wie die Fußballmannschaften der Msitu Wa Tembo sich warm machten, bekamen wir ordentlichen Respekt und flüchteten uns auf das Volleyballfeld. Um 17 Uhr ,später als ursprünglich geplant, machten wir uns dann auf den Heimweg. Kurz vor dem Essen fiel mal wieder der Strom aus, doch wir kamen auch ohne elektrisches Licht ganz gut über den restlichen Tag.
Donnerstag, 04.08.2011
Einkaufsbummel in Moshi: Telefonkarten beantragen. - Geschäftiges Treiben auf dem Markt: Hier gibt es alles! (Nahrungsmittel, Haushaltswaren, Stoffe, Schmuck, Handwerk und vieles mehr… aber „Feilschen will gelernt sein!“ :-)
Leckeres Mittagessen gibt es im Umoja Hostel der Holy Sisters . Anschließend Kaffee-Variationen und exotische Säfte in der Kaffee-Kooperative. Auf der Rückfahrt: endlich, der ersehnte Blick auf den Berg: Kilimandscharo-Viewing. „Wölfischer“ Spieleabend.
Mittwoch, 03.08.2011
Zweiter Besuch in Msitu wa tembo : Eine erste Besichtigungsrunde der Gebäude zeigt die Dringlichkeit unserer Unterstützung. Nach Rundgang, Vorstellungsrunde und Unterrichtshospitation in den Klassen folgte ein kurzer Fußmarsch durch die Ebene zu dem Massai-Markt, wo bereits die typische Trachten ausprobiert wurden. Auch hier nur freundliche Reaktionen und Interesse. Nachmittags: erster Ausflug in die Stadt Moshi, dort trafen wir uns mit unserem Gastgeber Pastor Kennedy Kisanga und probierten den leckeren Kilimandscharo Bio-Kaffee (aus der Kooperative, die mit der Milch aus „unserer Fukeni-Molkerei“ beliefert wird.
Bericht zum Tage von Flo und Nils
Früh morgens fuhren wir in Richtung Msito wa Tembo, wo wir mit einiger Verspätung erschienen. Nach den ausführlichen Begrüßungen zeigten uns die Lehrer das Schulgelände mit den Wassertanks, die als erstes Projekt von uns und weiteren Sponsoren gebaut wurden. Nachdem wir das Außengelände besichtigt hatten, zeigte man uns die Klassenräume. Wir stellten uns vor, und baten die Schüler Fragen über uns und Deutschland zu stellen. Da die Schüler genauso schüchtern waren wie wir auch, kam der unsere Gruppe führende Direktor auf die Idee, einfach x-beliebig Schüler zum Reden aufzufordern. Diese hießen uns herzlich willkommen, stellten aber kaum Fragen. Daraufhin gab Frau Uhland in der letzten Klasse Hausaufgaben mit dem Titel „Fragen über Deutschland“ auf. Nach dem Tee gingen wir durch die Wildnis zu einem nahe gelegenen Massai Markt. Dieser war eine echte Erfahrung, da die aus getrockneten Pflanzen gebauten Hütten innen unerwartet kühl waren, und alles Mögliche lose aus Säcken und Beuteln verkauft wurde. In einigen Bereichen lagen noch Tierknochen von vergangenen Markttagen, und frisches Fleisch wurde bearbeitet. Nach der Rückkehr zur Schule wollten wir wieder zur Herberge, jedoch wurden wir noch zum Lunch eingeladen. Nach dem reichhaltigen Mahl fuhren wir Richtung Moshi, wo wir Pastor Kennedy im gemütlichen Union Café trafen. Wir fuhren nach Hause, wo der Tag noch ein bisschen weiter ging. Werwölfe spielen bis tief in die Nacht…
Dienstag, 02.08.2011
Nach einem reichhaltigen leckeren Frühstück mit frischem Käse, Milch und Butter aus der hauseigenen Molkerei fahren wir mit dem Bus nach Langasani. Der erste Besuch in unserer Partnerschule Msitu wa tembo. Neugier auf beiden Seiten. Nach dem freundlichen Empfang übergaben wir unsere Geschenke. Bei der Verteilung der Süßigkeiten gab es ein großes „Hallo“. Abends in Fukeni „Candle-Light-Dinner“ (vorübergehender Stromausfall)
Bericht zum Tage von Anna Ko und Lucia:
Um fünf Uhr morgens wurden wir durch die Kirchenglocken geweckt, während das halbe Dorf schon auf den Beinen war. Überraschenderweise konnte man durch den morgendlichen Nebel kaum die Dorfstraße vor dem Haus erkennen, doch die Einheimischen störte das nicht.
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus zu unserer Partnerschule Msitu wa Tembo, wo wir von Lehrern und Schülern mit offenen Armen empfangen wurden. Anschließend wurden wir in das Büro des Schulleiters gebeten, um uns ins Gästebuch einzutragen. Auf die darauf kommende Vorstellung vor den gesamten Schülern folgte die Verteilung der Geschenke. Die Süßigkeiten waren heiß begehrt und über die Bälle freuten sich alle.
Während der Führung über das Schulgelände konnten wir einen Blick in die einfache Küche erhaschen, in der gerade Ugali (Maisbrei) gekocht wurde. Im Lehrerzimmer überreichten wir dann die restlichen Geschenke, die hauptsächlich aus Lernmaterialien bestanden, an das Kollegium. Danach brachte uns der Bus über die holprige Straße nach Hause, während es draußen dunkel wurde.
Als wir zuhause ankamen, stellten wir fest, dass der Strom ausgefallen war. Mit Taschenlampen und Kerzen stellten wir eine notdürftige Beleuchtung her, die zum Abendessen und schlafen gehen reichte.
Nach einem langen anstrengenden Tag freuten wir uns alle auf unsere Betten.
Montag, 01.08.2011:
Ankunft: gegen 15:00 Uhr auf dem Kilimandscharo Airport. Nach der Gelbfieberimpfkontrolle folgte die „Visaprozedur“ – einschließlich der
Überprüfung aller Fingerabdrücke. Dann als Belohnung für die lange Reise: überwältigend herzlicher Empfang durch LehrerInnen (einschließlich Schulleiter) und SchülerInnen der Msitu wa tembo –Schule
Die Fahrt nach Fukeni - mit dem gesamten Gepäck auf dem Busdach - : Tansanias Schönheit zieht uns sofort in ihren Bann
Ankunft im Gästehaus der evangelischen Gemeinde Fukeni. Zimmerbezug – afrikanisches Flair: bunte Farben, Moskitonetze, allgemeine Begeisterung. Gemeinsamer üppiger Lunch mit unseren neuen Freunden.
Bericht zum Tag von Felix und Edgar:
Die ganze Gruppe war von der Herzlichkeit der Begrüßung beeindruckt. Wir alle haben einen liebevoll aufgezogenen Blumenkranz bekommen und in einem Gebet wurden Dank für die Vergangenheit und Bitten für die Zukunft ausgesprochen.
Nachdem die Koffer auf dem Dach des Busses verstaut waren, begann die zweistündige Busfahrt, bei der die schöne Landschaft und die fremde Kultur zu Geltung kamen. Es saßen Massai unter einer Bananenstaude, die ihre freilebenden Tiere hüten. Als wir in die Region Moshi kamen, wurden an den Straßen Autos repariert und überall schauten uns Leute hinterher, von denen einige winkten.
Nach der Ankunft im Gasthaus haben wir festlich gegessen. Unsere Zimmer sind wie das ganze Haus einfach, aber schön. Auf einem Spaziergang sahen wir teilweise, selbstgebaute Häuser in denen die Menschen hier wohnen. Unsere Beobachtung wurde immer wieder durch vorbeirasende Autos gestört. Zum Glück konnte man das Hupen und Rumpeln schon von weitem hören, sodass man sich noch gerade rechtzeitig in den Straßengraben flüchten konnte, um den mit gefühlt 100 Stundenkilometer „vorbei bretternden“ Autos auszuweichen. Es war ein sehr beeindruckender Tag, der uns einen kleinen ersten Einblick in das afrikanische Leben gestattete.
Bericht zum Sonntag, 31.7.2011 von Anna und Pia:
Nur noch wenige Tage, dann ging es los. Die Koffer waren gepackt und die letzten Abschiedsmahle verspeist. Nur die Eltern wollten es noch nicht ganz wahr haben … „Mein Kind…in Afrika!“.
Doch dann war es endlich soweit: Die Reisewütigen und Abenteuerlustigen fanden sich bei motivierendem Nieselregen „unterm Schwanz“ ein. Nur die Eltern, die am aufgeregtesten waren, wurden am Bahnsteig zurückgelassen.
Die Zugfahrt verging, wie im Flug, schon kam die Durchsage zum Ausstieg: „Frankfurt Flughafen“. Mit Gepäckwagen, mit denen man vermutlich auch auf Gleis 9 ¾ hätte reisen können, verwandelten wir den Flughafen in eine Umgebung, die an eine Mario-Kart Rennstrecke erinnerte.





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